Schulmensa Seligenthal

Ausgabe der neuen Mensa

Seit Februar 2015 steht den Schülerinnen und Schülern von Gymnasium und Wirtschaftsschule die neue Schulmensa zur Verfügung. Hier findet der Pausenverkauf für das Hauptgebäude und die Ausgabe von jeweils zwei wechselnden warmen Gerichten mittags statt.

Gezahlt wird bargeldlos mit einer Guthabenkarte, die über das Schulsekretariat zu beziehen ist. Weitere Informationen zur neuen Schulmensa Seligenthal (Anmeldung, Mensakarte, Aktionen) finden Sie unten in den Nachrichten.

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Nachrichten zur Schulmensa Seligenthal

Die Pausen werden schöner / Bericht LZ v. 31.01.2015

Ab 2. Februar gibt es in Seligenthal eine neue Mensa für Gymnasium und Wirtschaftsschule


Ab dem 2. Februar können sich Schüler in Seligenthal noch ein bisschen mehr auf ihre Pausen freuen: Die neue Mensa geht an den Start. Für die rund 1300 Schüler von Gymnasium und Wirtschaftsschule steht dann mittags ein Menü auf dem Programm – mit bis zu 300 Essen täglich rechnen die Verantwortlichen der Schulstiftung und der Küche. Dabei setzen sie vor allem auf gesundes Essen aus regionalen Zutaten, das direkt vor Ort gekocht wird.

„Wir haben uns bewusst dafür entschieden, nicht einen Caterer unser Essen liefern zu lassen“, sagt Carsten Riegert, Geschäftsführer der Schulstiftung Seligenthal. Gekocht wird täglich frisch, es gibt zwei Stammessen, eines mit Fleisch oder Fisch und eine vegetarische Variante. Bewusst wurde die „magische Grenze“ von fünf Euro pro Essen unterboten, 4,50 Euro kostet die Fleisch-/Fischvariante, 3,50 Euro das vegetarische Gericht. Ergänzend dazu gibt es Suppe, Salat und Süßspeisen.

Rund 250.000 Euro hat die Schulstiftung in die neue Mensa investiert – es ist ein heller neuer Raum entstanden, im Sommer sollen auch die Außenflächen mit ins Konzept einbezogen werden. „Wir wollen einen kleinen Biergarten schaffen, natürlich ohne Bier“, sagt Riegert. Neben der Mensa gibt es auch einen neuen Pausenverkauf, in dem ebenfalls auf gesundes Essen geachtet wird – Softdrinks und Süßigkeiten sind tabu, dafür gibt es Schorlen und Joghurt oder Fruchtsalat. Gezahlt wird in der neuen Mensa und im Pausenverkauf per Karte, auf die Eltern per Überweisung Geld buchen können. Eltern können auch prüfen, wieviel ihre Kinder ausgeben, ebenso ist der Speiseplan online abrufbar. Eine Vorauswahl müssen die Schüler jedoch nicht treffen. „Sie können täglich wählen, was sie essen wollen und müssen nicht vorbestellen“, sagt Riegert. Hauswirtschaftslehrkraft Angelika Gruber ist mittags zur Betreuung des Mensabetriebes auch vor Ort – sie soll organisatorisch helfen, wenn Not am Mann ist.

Der große Vorteil bei der Neuplanung der Mensa liegt laut Riegert in der gemeinsamen Nutzung der bereits bestehenden Seligenthaler Klosterküche. Nur der Teil der Essensausgabe wurde neu beplant, in der Küche wird bereits für die Schwestern des Klosters und die Hortkinder der Grundschule Seligenthal gekocht. Die Klosterküche wurde bereits vor rund vier Jahren im Wissen um den zukünftigen Anbau mit neuen leistungsfähigeren Geräten ausgestattet. So kann ab dem 2. Februar für die Schüler alles frisch zubereitet werden, „die längsten Wege bei uns sind zehn Meter“, sagt Riegert.

Zu der bereits bestehenden Küchenmannschaft wurden noch drei weitere Kräfte eingestellt, denn „bis zu 300 Essen lassen sich nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln.“ Geübt ist die Mannschaft schon: Die Klosterküche schließt nämlich nie, sie ist 365 Tage im Jahr in Betrieb. Die Schulstiftung will auch offen für Vorschläge von Schülern sein: Feedback sei eine sehr wichtige Sache, auch die Küche merke schnell, was den Kindern und Jugendlichen schmecke und was nicht. Jürgen Winter hat das bereits bemerkt: Er ist seit September 2013 für die Küche in Seligenthal verantwortlich. Vorher hat er bei einem großen Energie-Dienstleister gearbeitet – der Speiseplan sah dort anders aus als in der Schule.

„Es sind riesen Unterschiede“, sagt er aus Erfahrung. Gemüse in jeglicher Art sei bei Schülern eher unbeliebt. Dennoch versuchen aber er und auch Michaela Dengler, stellvertretende  Küchenchefin, Gemüse in den Speiseplan einzubinden. Man müsse nur ein bisschen findig sein und tricksen, um es den Schülern schmackhaft zu machen. Kleinschneiden ist ein Trick, oder zum Beispiel auch mal Gemüse panieren – schon glauben auch die Kinder und Jugendlichen, dass es gar nicht so schlecht sei. „Vor allem wollen wir ihnen zeigen, dass sie es ruhig mal probieren können. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Köche vor Ort sind und den Schülern sagen können, was im Essen drin ist“, sagt Winter. Dies sei ein großer Vorteil zum Essen vom externen Caterer.

Jürgen Winter will vor allem Abwechslung in den Speiseplan bringen, regional und bio kochen und soweit möglich auf jegliche Zusatzstoffe verzichten. Es gebe bereits eine gute Zusammenarbeit des Klosters mit regionalen Anbietern, die weitergeführt werden soll. Kinder sollen vor allem Neues kennenlernen; das sagt auch Riegert. „Die größte Herausforderung ist, die Schüler dazu zu bringen, auch mal besondere Gerichte zu probieren. Wenn das klappt, sind wir froh.“

LZ, 31.01.2015, S. 42

Artikel im Original


Autor: C. Riegert | Datum: 31.01.2015